Erklärfilm planen: So wird dein Ablauf verständlich

Eine Person zeigt auf drei Bildskizzen zum Einpacken eines Gegenstands an einer Pinnwand.

Du erklärst immer wieder denselben Ablauf: Wie wird ein Produkt benutzt? Was geschieht nach einer Bestellung? Oder wie arbeitet ein Bauteil, dessen Inneres niemand sieht? Ein kurzer Erklärfilm kann solche Schritte sichtbar machen. Damit er verständlich wird, braucht es zuerst eine klare Frage und eine passende Bildfolge.

Du musst dafür noch keine Kamera auswählen oder einen fertigen Sprechertext schreiben. Beginne mit dem, was eine Person nach dem Anschauen verstanden haben soll. Das hilft einem bestehenden Unternehmen genauso wie einem Gründer, der sein erstes Angebot vorstellt.

Wähle eine Frage für deinen Film

«Wir stellen unsere Firma vor» ist ein grosses Vorhaben. «Wir zeigen, wie eine Bestellung zur Abholung bereitgemacht wird» ist viel genauer. Schreibe deine Frage in einem Satz auf. Prüfe dann, ob Bewegung tatsächlich beim Erklären hilft. Für eine Adresse oder eine Öffnungszeit reicht meist gut sichtbarer Text. Für einen Ablauf kann eine Bildfolge sinnvoll sein.

Ein Film muss auch nicht jede Einzelheit enthalten. Überlege, was zuerst verstanden werden muss und welche Informationen daneben auf der Website stehen können. Eine kurze Anleitung lässt sich leichter planen, wenn sie eine klar begrenzte Aufgabe hat. Eine feste Ideallänge gibt es dafür nicht: Der notwendige Inhalt bestimmt den Umfang.

Lege die Schritte als einfache Bilder aus

Zeichne für jeden wichtigen Schritt ein kleines Bild auf Papier. Strichfiguren und einfache Formen genügen. Diese Bildfolge nennt man Storyboard. Sie zeigt vor der Produktion, was in welcher Reihenfolge zu sehen sein soll. Schreibe unter jedes Bild einen kurzen Satz: Was passiert hier, und was soll die Person dabei verstehen?

Ein fiktives Beispiel: Ein Versandbetrieb möchte zeigen, wie ein Gegenstand verpackt wird. Die ersten Skizzen zeigen den Gegenstand neben der offenen Schachtel, danach das Einlegen und zuletzt das verschlossene Paket. Genau diesen einfachen Planungsablauf greift das Beitragsbild auf. Für eine echte Verpackungsanleitung müssten zusätzlich die tatsächlich nötigen Schutzmaterialien und Handgriffe gezeigt werden.

Lege die Bilder nebeneinander. Fehlt zwischen zwei Szenen ein Schritt? Ist die Blickrichtung noch nachvollziehbar? Wird plötzlich ein Werkzeug benutzt, das vorher nicht zu sehen war? Solche Fragen lassen sich auf Papier klären, bevor Aufnahmen oder Animationen entstehen.

Entscheide, was gefilmt und was gezeichnet wird

Echte Aufnahmen eignen sich, wenn Menschen, Handgriffe oder Materialien wichtig sind. Eine Animation kann hilfreich sein, wenn etwas im Inneren eines Produkts liegt oder wenn einzelne Bestandteile gezielt hervorgehoben werden sollen. Manchmal passen beide Formen zusammen. Entscheidend ist, welche Darstellung deine Frage am klarsten beantwortet.

Sky Work Images dokumentiert beim Produktvideo für Sanosil unter anderem Konzept, Storyboarding und 3D-Animation. Das belegt diese gestalterischen Arbeiten. Welche Darstellungsform für dein eigenes Vorhaben geeignet ist, sollte anhand deines Produkts und deiner Erklärung entschieden werden.

Bei einer vereinfachten Zeichnung müssen wichtige Unterschiede erhalten bleiben. Ein vergrössertes Detail darf helfen, etwas zu erkennen. Es sollte aber nicht einen falschen Eindruck von Grösse, Material oder Funktion vermitteln. Lass solche Darstellungen von einer Person prüfen, die den tatsächlichen Ablauf kennt.

Plane Sprache und Zugänglichkeit von Anfang an

Schreibe den gesprochenen Text so, wie du etwas im direkten Gespräch erklären würdest. Ein Satz pro Gedanke ist ein guter Anfang. Bild und Sprache sollen zusammenpassen: Wenn du einen Hebel erwähnst, sollte er im selben Moment erkennbar sein. Vermeide mehrere neue Informationen, die gleichzeitig um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Plane auch Untertitel für wichtige gesprochene Inhalte ein. Ein zusätzlicher lesbarer Text kann den Ablauf auf der Website zugänglich machen. Wichtige Informationen, die nur im Bild vorkommen, brauchen ebenfalls eine passende Beschreibung. Die Planungshilfe des W3C für zugängliche Videos erläutert, warum diese Fragen bereits zum Konzept gehören.

Für ein Schweizer Publikum kann zudem die Sprache eine Rolle spielen. Kläre vor der Aufnahme, ob Hochdeutsch, Dialekt oder weitere Sprachfassungen gebraucht werden. Prüfe bei Untertiteln die Schreibweise, Namen und Fachbegriffe. Automatisch erstellte Texte sollten nicht ungeprüft in die fertige Fassung gelangen.

Teste zuerst die Bildfolge, dann den fertigen Film

Zeige deinen Papierplan jemandem, der den Ablauf nicht kennt. Frage: Was passiert zuerst? Was danach? Welche Stelle ist unklar? Erkläre die fehlenden Teile nicht sofort selbst. Die Antworten zeigen dir, wo ein weiteres Bild oder ein einfacherer Satz nötig sein könnte.

Prüfe später den fertigen Film am vorgesehenen Einsatzort. Sind Details und Untertitel auch auf einem kleinen Bildschirm lesbar? Ist die Sprache verständlich? Kann man das Video pausieren? Stimmen alle gezeigten Schritte mit der tatsächlichen Arbeit überein?

Halte für ein erstes Gespräch deine Frage, die Bildskizzen und vorhandenes Material bereit. Wenn der Film in eine Website eingebunden werden soll, lässt sich das mit den Angeboten von Sky Work Images abstimmen. Ein klar erklärtes Angebot bleibt dabei die Grundlage; dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag Dein Angebot auf der Website einfach erklären.

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  • 16. Oktober 2026