
Du kennst dein Angebot genau. Deine Besucher kennen es noch nicht. Wenn auf deiner Website nur «individuelle Lösungen» oder «Qualität aus Leidenschaft» steht, bleibt deshalb eine wichtige Frage offen: Was kann ich hier eigentlich bekommen?
Eine gute Angebotsseite beantwortet diese Frage mit konkreten Worten. Sie hilft Menschen einzuschätzen, ob deine Leistung zu ihrem Anliegen passt. Das gilt für einen Industriebetrieb ebenso wie für einen Laden, eine Beratung oder ein frisch gegründetes Unternehmen. Du kannst schon viel verbessern, indem du eine einzige Seite aufmerksam überarbeitest.
Schreibe zuerst einen einfachen Satz: Was machst du, für wen und bei welcher Aufgabe? Du musst darin nicht die ganze Firma erklären. Die Person soll zunächst verstehen, ob sie auf der richtigen Seite gelandet ist.
Ein erfundenes Beispiel aus der Gartenpflege: «Wir schneiden Hecken, mähen Rasen und pflegen Beete für private Hausbesitzer.» Damit lässt sich mehr anfangen als mit «Wir schaffen grüne Lebenswelten». Der zweite Satz kann eine Stimmung vermitteln. Der erste benennt die Arbeit. Das Beitragsbild zeigt eine fiktive Website zu diesem Beispiel, kein ausgeführtes Kundenprojekt.
Notiere für deine eigene Seite drei Tätigkeiten, die du wirklich anbietest. Verwende die Wörter, mit denen jemand diese Arbeit im Gespräch beschreiben würde. Wenn du einen Fachbegriff brauchst, erkläre ihn direkt. Deine Besucher sollen nicht erst nachschlagen müssen, bevor sie dein Angebot verstehen.
Überlege, was jemand wissen möchte, bevor er dich kontaktiert. Welche Arbeit ist enthalten? Für welche Situation eignet sich das Angebot? Was muss die Kundschaft vorbereiten? Wie beginnt die Zusammenarbeit? Welche Informationen fehlen dir noch für eine Einschätzung?
Schreibe die Antworten kurz auf. Du brauchst keinen vollständigen Vertrag auf der Angebotsseite. Aber wichtige Grenzen sollten erkennbar sein. Wenn du beispielsweise nur in einer bestimmten Region arbeitest, gehört diese Angabe dorthin. Wenn Material zusätzlich berechnet wird, sollte eine Preisangabe diesen Punkt nicht verstecken. Nenne nur Bedingungen, die für dein tatsächliches Angebot gelten.
Auch Google empfiehlt in seiner Anleitung zu hilfreichen Inhalten, die Bedürfnisse der Leser in den Mittelpunkt zu stellen. Für deine Seite bedeutet das: Eine beantwortete Kundenfrage ist nützlicher als ein weiterer Absatz mit allgemeinen Versprechen. Daraus entsteht allerdings keine Garantie für einen bestimmten Platz bei Google.
Ein unbekannter Ablauf kann Fragen auslösen. Muss man gleich etwas bestellen? Gibt es zuerst ein Gespräch? Wird vor der Ausführung eine Offerte erstellt? Beschreibe die tatsächlichen Schritte in ihrer Reihenfolge.
Ein mögliches Beispiel für eine Dienstleistung wäre: Du schilderst dein Anliegen. Danach werden Umfang und offene Fragen geklärt. Anschliessend erhältst du eine Offerte. Übernimm diese Reihenfolge nur, wenn du wirklich so arbeitest. Eine klare Beschreibung ist besonders für Menschen hilfreich, die eine solche Leistung zum ersten Mal beauftragen.
Versprich dabei keine festen Antwortzeiten oder Termine, die du nicht einhalten kannst. «Wir besprechen mit dir einen passenden Termin» kann ehrlicher sein als eine pauschale Zusage für den nächsten Tag.
Gib jedem Abschnitt eine verständliche Überschrift. «Das ist enthalten» oder «So läuft die Zusammenarbeit» sagt mehr als «Unsere Philosophie». Halte die Absätze kurz und behandle darin jeweils eine Frage. Eine kleine Liste eignet sich gut, wenn mehrere Leistungen zusammengehören.
Die Schreibempfehlungen der W3C-Web Accessibility Initiative nennen kurze, klare Sätze und aussagekräftige Überschriften als hilfreiche Grundlagen. Lies deinen Text einmal laut vor. Wo du selbst stolperst, lohnt sich oft eine einfachere Formulierung. Ersetze beispielsweise «Implementierung» durch «Einrichtung», wenn du genau das meinst.
Zeige die Seite jemandem, der dein Angebot noch nicht kennt. Frage anschliessend: Was bietet das Unternehmen an? Für wen ist es gedacht? Was würdest du als Nächstes tun? Erkläre die Antworten nicht vorher. So erkennst du, welche Informationen im Text fehlen oder missverständlich sind.
Verbessere zuerst diese Stellen. Ergänze dann einen passenden nächsten Schritt, etwa eine Anfrage oder ein Gespräch. Unser Beitrag über eine verständliche Kontaktseite zeigt, wie du diesen Schritt einfach halten kannst.
Falls du eine neue Website planst, lohnt es sich, diese Fragen vor der Gestaltung zu klären. Die Website-Angebote von Sky Work Images verbinden Beratung, Gestaltung und Umsetzung. Ein guter Anfang sind deine drei wichtigsten Leistungen und die Fragen, die deine Kunden dazu stellen.